Europäische Zusammenarbeit beim Deutsch-Polnischen Wirtschaftsforum 2025 – Energy Scouts von Young Energy Europe stärken Wissenstransfer

Beim Wirtschaftsforum in Berlin diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft über die Zukunft der deutsch-polnischen Zusammenarbeit und die Bedeutung gemeinsamer Projekte für Wachstum und Innovation. 

Am 24. September 2025 fand das Deutsch-Polnische Wirtschaftsforum im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin statt. Zur Eröffnung sprachen DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov und Philipp Haußmann, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft. Im Anschluss diskutierten die deutsche Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Katherina Reiche, sowie der polnische Minister für Finanzen und Wirtschaft, Andrzej Domański, gemeinsam mit führenden Vertreterinnen und Vertretern deutscher und polnischer Unternehmen über die aktuellen Herausforderungen und Chancen der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen. Zahlreiche Teilnehmende aus Politik und Wirtschaft beider Länder nutzten das Forum, um die Bedeutung der deutsch-polnischen Zusammenarbeit hervorzuheben und neue Impulse für die zukünftige Entwicklung zu setzen. 

Deutschland und Polen sind bereits heute starke Wirtschaftspartner. Polen ist Deutschlands viertgrößter Handelspartner, das Handelsvolumen erreichte 2024 einen Rekordwert von 172 Milliarden Euro. Für 2025 wird in Polen ein BIP-Wachstum von rund 3,2 Prozent erwartet. Die Minister betonten, dass eine noch tiefere Kooperation in der Industrie, eine engere regionale Zusammenarbeit und ein gemeinsamer Einsatz für eine starke Europäische Union der Schlüssel zum Erfolg seien.

Die deutsche Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und der polnische Minister für Finanzen und Wirtschaft Andrzej Domański gemeinsam mit Helena Melnikov, Philipp Haußmann und Lars Gutheil beim Deutsch-Polnischen Wirtschaftsforum 2025 in Berlin. (©DIHK / Jens Schicke)

 

Die hervorragende Zusammenarbeit zeigt sich auch auf Projektebene: Von den acht Unternehmensvertretern, die als Sprecher auftraten, haben drei bereits Energy Scouts in ihren Unternehmen qualifiziert – ein Beispiel für den intensiven Austausch zwischen deutschen und polnischen Unternehmen. Das Projekt Young Energy Europe steht für die Förderung junger Fachkräfte und den Transfer von Energieeffizienz-Know-how über Ländergrenzen hinweg.  

 Im Mittelpunkt der Diskussionen standen die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Europas und die Bedeutung innovativer Partnerschaften. Ministerin Reiche hob hervor, dass die wirtschaftliche Schwäche Deutschlands Auswirkungen auf ganz Europa hat und eine starke deutsch-polnische Partnerschaft die Grundlage für ein wettbewerbsfähiges Europa bildet. Minister Domański betonte, dass Europas Wettbewerbsfähigkeit nur durch gemeinsames Handeln gestärkt werden kann und lobte Polens Reformbereitschaft. 

 Das Deutsch-Polnische Wirtschaftsforum 2025 hat gezeigt, wie wichtig innovative Partnerschaften und der Austausch zwischen Unternehmen für die Zukunftsfähigkeit der europäischen Wirtschaft sind. Die Dynamik der Veranstaltung dient als Rückenwind für neue Initiativen und eine noch engere Kooperation auf allen Ebenen.

Ein Beispiel für eine erfolgreich (gewachsene) Zusammenarbeit ist das Projekt Young Energy Europe. Seit 2021 fördert das Projekt auch in Polen die betriebliche Energieeffizienz und reduziert so Energiekosten und Umwelteinflüsse zugleich. Bereits 184 junge Fachkräfte aus 50 Unternehmen wurden zu Energy Scouts qualifiziert. Insgesamt konnten seit 2021 jährlich 27 GWh Strom und knapp 25.000 t COeingespart werden.  Auch der Ausblick macht Mut, aktuell werden in Polen 77 junge Mitarbeitende aus Unternehmen zu Energy Scouts weitergebildet. Nicht nur in Polen, sondern in insgesamt zehn Ländern Mittel- und Osteuropas werden von den bilateralen AHKs die Qualifizierungen zum Energy Scout angeboten.

Details zum Deutsch-Polnischen Wirtschaftsforum 2025 gibt es hier 

Auch auf Projektebene ist die Zusammenarbeit erfolgreich. v.l.n.r. Lars Gutheil (AHK Polen), Julia Gräbe (YEE), Leszek Pieszczek (Remondis Polska), Katarzyna Byczkowska (BASF Polska), Max Junghanns (YEE), (©DIHK / Jens Schicke)