Vom 10. bis 12. Juni fand in Berlin ein ganz besonderer Austausch statt, bei dem 38 Energy Scouts aus zehn Ländern zusammenkamen. Die besten Energy Scout-Teams wurden vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) für ihre praxisnahen Projekte zur Energie- und Ressourceneffizienz ausgezeichnet.
Am ersten Tag tauschten sich die Energy Scouts intensiv über ihre praktischen Projekte sowie ihre Erfahrungen aus. Jedes Team präsentierte sein national ausgezeichnetes Projekt und stellte dabei Lösungsansätze vor, die gezielt auf die Anforderungen und Bedürfnisse ihrer Unternehmen zugeschnitten sind. Ein besonderes Highlight waren die von den Scouts selbst produzierten einminütigen Videos. Diese boten nicht nur persönliche und prägnante Einblicke in die Projekte, sondern zeigten auch das große Engagement und die Kreativität der Teilnehmenden. Viele Beiträge überzeugten durch Originalität und Humor. Insgesamt spiegelten die Projekte ein breites Spektrum praktischer Lösungen aus verschiedenen Branchen wider, darunter Schwerindustrie, Automotive, Landwirtschaft, Gastgewerbe und Abfallwirtschaft.
Nach den Präsentationen und einem kurzen Spaziergang zur Spree hatten die Energy Scouts bei einer solarbetriebenen Bootsfahrt durch das Berliner Stadtzentrum die Gelegenheit, sich weiter auszutauschen. Ein Quiz förderte die Interaktion zwischen den Teilnehmenden aus verschiedenen Ländern, die sich erst wenige Stunden zuvor kennengelernt hatten. Den Abend ließ die Gruppe schließlich bei gemeinsamem Essen und weiterem Networking ausklingen.
Am zweiten Tag besuchte die Gruppe die Florida Eis Manufaktur GmbH, einen Pionier in Sachen Energieeffizienz der seit 2013 CO₂-neutralen Eisproduktion. Das Unternehmen setzt eine Vielzahl umweltfreundlicher Technologien ein. Geschäftsführer Olaf Höhn zeigte eindrucksvoll, wie persönliches Engagement innovative und nachhaltige Geschäftslösungen vorantreiben kann. Zudem stellte er Pläne für einen neuen Standort nahe Magdeburg vor, der diese nachhaltigen Ansätze weiterentwickeln soll. Neben den technischen Einblicken wurde auch die Haltung hinter diesem Erfolg deutlich. Olaf Höhn vermittelte eine klare Vision und ein langfristiges Engagement für den Klimaschutz. Es wurde deutlich, dass die Entwicklung des Unternehmens nicht nur auf Innovation, sondern auch auf dem Anspruch beruht, eine Vorreiterrolle in nachhaltiger Produktion einzunehmen. Diese Perspektive stieß bei den Energy Scouts auf großes Interesse, insbesondere im Hinblick auf die praktische Umsetzung der Konzepte.
Im Anschluss besuchten die Energy Scouts das Siemens Energy Turbinenwerk in Berlin-Moabit. Der über 100 Jahre alte Industriestandort ist für seine beeindruckende Architektur bekannt und wird aufgrund seines monumentalen Designs oft als „Kathedrale der Arbeit“ bezeichnet. Während der Führung erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die dort produzierten Großturbinen und lernten mehr über technologische Innovationen von Siemens Energy. Besonders hervorgehoben wurden Aufbau und Funktionsweise von Elektrolyseuren, die eine zentrale Rolle bei der Wasserstoffproduktion spielen. Der Besuch verdeutlichte die Komplexität und Dimension moderner Energiesysteme und zeigte die Beiträge von Siemens Energy zur Energieerzeugung und -transformation.
Der dritte Tag begann mit der offiziellen Preisverleihung, die in Kooperation mit dem Unternehmensnetzwerk Klimaschutz organisiert wurde. Insgesamt wurden neben den 38 internationalen auch rund 250 deutsche Energie-Scouts für ihre Leistungen ausgezeichnet.
Die Urkunden wurden überreicht von Dr. Ingrid Hanhoff, Unterabteilungsleiterin für nationalen Klimaschutz im BMUKN, Henner Pasch, Präsident der Bergischen IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid, sowie Monique Zweig, Hauptgeschäftsführerin der IHK Ostbrandenburg.
Durch das Programm führten Sofie Geisel, Geschäftsführerin der DIHK Service GmbH, und Moderator und Wirtschaftsingenieur Julius Neumann, die mit ihrer Moderation für eine motivierende und positive Atmosphäre sorgten.
Den Abschluss bildete eine Networking-Session, bei der sich die Teilnehmenden über ihre Ansätze zur Energie- und Ressourceneffizienz austauschen konnten.





































