ELINTA ist ein 1991 gegründeter litauischer Maschinenbaukonzern, der fortschrittliche Elektronik- und Automatisierungslösungen entwickelt und herstellt. Die zum Konzern gehörenden Unternehmen produzieren Antriebsstränge für Elektrofahrzeuge und Elektrobusse (Elinta Motors), Ladestationen für Elektrofahrzeuge (Elinta Charge), industrielle Automatisierungs- und Robotiklösungen (Elinta Robotics) sowie Computer-Vision-Systeme (Elinvision); ihre Produkte werden in mehr als 30 Ländern vertrieben. ELINTA hat seinen Sitz in der Freihandelszone Kaunas und ist ein Unternehmen, dessen Technologien den Verkehr und die Industrie elektrifizieren – daher ist die intelligente Nutzung der Energie im eigenen Gebäude ein naheliegender Weg, um „mit gutem Beispiel voranzugehen“.
Als die Energy Scouts Martynas Vrašinskas, Ričardas Bertašius und Aleksandr Vagaicev den Standort untersuchten, konzentrierten sie sich auf eine Veränderung, die im Jahr 2026 ansteht: eine umfangreiche Erweiterung des Hauptgebäudes. Durch den Anbau entstehen neue elektrische Lasten und mehrere bestehende Systeme werden elektrifiziert, was den Strombedarf erheblich steigern wird. Um diesen Bedarf zu decken, wird die Photovoltaikanlage auf dem Dach von 60 kWp auf 210 kWp erweitert. Die Analyse der Scouts ergab jedoch, dass nur 58 % der erzeugten Energie selbst verbraucht würden, während die restlichen 42 % zu einem geringen Preis ins Netz eingespeist würden. Die Herausforderung war klar: Wie lässt sich ein größerer Teil der eigenen sauberen Solarenergie nutzen, anstatt sie billig zu verkaufen?
Ihre Lösung kombiniert ein 200-kWh-Batterie-Energiespeichersystem (BESS) mit einem intelligenten Energiemanagementsystem (EMS). Die Batterie speichert überschüssige Solarenergie aus der Mittagszeit für die Nutzung am Abend und erhöht so den Eigenverbrauch vor Ort von 58 % auf 73 % – ein Zuwachs von 15 %. Darüber hinaus bietet das EMS eine intelligente Laststeuerung, ein dynamisches Management der EV-Ladestationen, Spitzenlastabdeckung sowie Tarifhandel, bei dem die Batterie mit günstigem Strom (gemäß den ENTSO-E-Day-Ahead-Preisen) aufgeladen wird, um diesen dann zu nutzen, wenn der Strompreis hoch ist.
Allein durch die Steigerung des Eigenverbrauchs werden jährlich 26,8 MWh und 3,78 Tonnen CO₂ eingespart. Rechnet man nur diesen Vorteil ein, spart das System etwa 4.556 € pro Jahr bei einer Amortisationszeit von 8–10 Jahren; berücksichtigt man jedoch die weiteren Vorteile des Energiemanagementsystems (EMS) – vor allem die Vermeidung einer kostspieligen Aufrüstung des Netzanschlusspunkts und das Laden der Batterie mit günstigerer Energie –, steigen die Gesamteinsparungen auf rund 8.636 € pro Jahr, wodurch sich die Amortisationszeit bei einer Investition von etwa 50.000 € auf 5,5–6,5 Jahre verkürzt. Das Projekt befindet sich derzeit in der Planungsphase und wird im Rahmen der Gebäudeerweiterung im Jahr 2026 umgesetzt. Für die Energy Scouts wurde aus einer alltäglichen technischen Frage – was mit der ins Netz eingespeisten Solarenergie geschehen soll – ein Vorzeigeprojekt, das zeigt, wie ELINTA den intelligenten Energieeinsatz, den es anderen verkauft, selbst in die Praxis umsetzt.
Photovoltaik
Energiemanagement
Anlagenoptimierung
- Branche: Maschinenbau / Elektrotechnik
- Energiequelle: Elektrische Energie
- Einsparpotenzial Energie: 26,8 MWh/Jahr
- Einsparpotenzial CO2: 3,78 t CO2/Jahr
- Potenzielle Kostenreduktion: 8.636 €/Jahr
- Investitionskosten: 50.000 €
- Amortisationszeit: 5,8 Jahre
- Unternehmen:
Elinta, UAB (ELINTA Grid)Terminalo g. 3,
Biruliškių k., Karmėlavos sen. (Kauno LEZ),
LT-54469 Kauno r.
www.elinta.eu/en/



